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In Unterliederbach ließ sich kürzlich der Klavierstimmer FRANKE in einer dortigen Wirtschaft ein Glas Bier geben, schüttete in dieses ein weißes Pulver, angeblich Zucker, und trank dann das Glas mit einem Zuge aus. Nachdem er sich darauf an das Klavier gesetzt und den Trauermarsch von Chopin gespielt hatte, verließ er die Wirtschaft. Kurze Zeit darauf erschien seine Frau und teilte mit, dass ihr Mann zu Hause schwer krank liege. Nachdem man ihr mitgeteilt hatte, was sich zugetragen hatte, eilte sie zu einem Arzt, der eine schwere Morphiumvergiftung feststellte. Trotz allen angewandten Gegenmitteln ist der Mann gestorben. Wie es heißt, sollen den Franke Nahrungssorgen in den Tod getrieben haben.
Text von Dieter Gocht, Klavierbauer aus Königsbrück (www.dieter-gocht.de)
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