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Der Resonanzboden von Klavier oder Flügel ist das Herzstück einer akustischen Anlage. Die Restauration des Resonanzbodens erfolgt auf Basis seiner alten Substanz. Die Qualität dieser Substanz sollte im Vorfeld vom Fachmann begutachtet werden.
Um das Klangpotential wieder herzustellen, muss ein flacher Boden seine Wölbung zurück erhalten.
Als erstes wird der Boden in speziell klimatisierten Räumen auf 4 bis 5 % Holzfeuchte heruntergetrocknet. Nur unter solchen klimatischen Bedingungen kann eine Gewähr für nicht reißende Resonanzböden gegeben werden, da in normal beheizten Wohnräumen die Luftfeuchtigkeit schnell unter den optimalen 60% liegt.
Danach zieht man den meist auf Spiritusbasis aufgebauten Lack vom Boden ab. Falls dieser durch äußere Einflüsse unansehnlich wurde, kann man ihn jetzt vorsichtig bleichen. So optimiert man auch das optische Erscheinungsbild.
In bis zu acht Arbeitsgängen, immer von weiteren Trockenperioden unterbrochen, wird der Resonanzboden nun ausgespänt.
Die Risse werden keilförmig mit einer Resonanzbodenfräse und entsprechenden Handwerkzeugen durch den kompletten Boden gearbeitet. Danach passt man jeden Span einzeln auf den Riss an und leimt ihn ein. Nach einem gründlichen Endschliff beizt man die neuen Späne im entsprechenden Farbton.
Als letztes wird der Boden matt oder hochglänzend lackiert. Ein gut restaurierter Boden steht einem neuen Resonanzboden in nichts nach. Im Gegenteil kann ein alter Boden von der Qualität des alten, abgelagerten Holzes profitieren.
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